At the Sea

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Nach einer Entziehungskur kehrt Laura in das Haus ihrer Familie in Cape Cod zurück. Früher war sie der Star der renommierten Tanzkompanie ihres verstorbenen Vaters, in dessen Schatten sie aufgewachsen ist und dessen Vermächtnis sie bis heute trägt. Ihr funktioneller Alkoholismus wurde von allen so lange ignoriert, bis es zu einem Unfall kam, bei dem ihr kleiner Sohn Felix mit im Auto saß. Nun kehrt Laura verändert nach Hause zurück. Ihre Familie ist darauf nicht vorbereitet. Ehemann Martin heißt sie vorsichtig willkommen, hin- und hergerissen zwischen Verbundenheit und Misstrauen. Ihre jugendliche Tochter Josie begegnet ihr feindselig, Felix bleibt distanziert. Während einiger gemeinsamer Tage am Meer offenbaren sich unterdrückte Wut, finanzielle Sorgen und die Schwierigkeit, einander zu verzeihen. Als Lauras ehemalige Kolleg*innen sie drängen, ihre Karriere wieder aufzunehmen, sieht sie sich mit einer tieferen Frage konfrontiert: Wer ist sie ohne diese Identität, die ihre Selbstzerstörung rechtfertigte? Der Film ist eine intime Charakterstudie und zeichnet Lauras Weg von der Verleugnung zur Akzeptanz nach. In ihr reift die Erkenntnis, dass Heilung nicht linear verläuft und dass Liebe, Abstinenz und Familie die Bereitschaft erfordern, präsent zu sein, trotz aller Unsicherheit.

Details

  • Länge

    112 min
  • Land

    USA, Ungarn
  • Vorführungsjahr

    2026
  • Herstellungsjahr

  • Regie

    Kornél Mundruczó
  • Mitwirkende

    Amy Adams, Murray Bartlett, Chloe East, Brett Goldstein, Dan Levy
  • Produktionsfirma

    Ryder Picture Company, AR Content, Hammerstone Studios
  • Berlinale Sektion

    Wettbewerb
  • Berlinale Kategorie

    Spielfilm

Biografie Kornél Mundruczó

Der ungarische Regisseur zeigte seinen Debütfilm Szép napok (Pleasant Days) in Locarno, wo er mit dem Silbernen Leoparden ausgezeichnet wurde. Seine folgenden Werke feierten ihre Premiere in Cannes. Delta gewann dort den FIPRESCI-Preis, Fehér isten (White God) den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard. Pieces of a Woman, sein erster englischsprachiger Film, wurde zum Filmfestival in Venedig eingeladen und erhielt den Young Cinema Award; Hauptdarstellerin Vanessa Kirby wurde mit dem Volpi Cup geehrt und für einen Oscar nominiert.

Filmografie Kornél Mundruczó

2002 Szép napok (Pleasent Days) | 2008 Delta | 2014 Fehér isten(White God) | 2017 Jupiter holdja (Jupiter’s Moon) | 2020 Pieces of a Woman | 2021 Evolúció (Evolution) | 2026 At the Sea