Once Again... (Statues Never Die)

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„Nichts ist belebender als das Gefühl einer gemeinsamen kulturellen Vergangenheit“, sagte der bekannte Philosoph und Kulturkritiker Alain Locke, der „Vater der Harlem-Renaissance“. Der Film untersucht seinen Verdienst um die Kunst und lädt zu kritischen Gesprächen über die afrikanische materielle Kultur und ihren Einfluss auf die Schwarze Kulturbewegung und die europäische Moderne ein. Für Locke lag der Wert afrikanischer Kulturartefakte auch in ihrer Bedeutung für die afrikanische Diaspora.
Isaac Julien drehte in Schwarzweiß an zentralen Orten: am Pitt Rivers Museum der Universität Oxford, wo Locke der erste Schwarze Rhodes-Stipendiat war, in der Barnes Collection und in der Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia. Er greift Themen wieder auf, die er in seinem bahnbrechenden Film Looking for Langston (1989) behandelte, und setzt seine Erforschung der queeren Subkultur der Harlem Renaissance fort. Once Again... (Statues Never Die) ist die poetische Restitution eines vernachlässigten künstlerischen Erbes, in dem die Vergangenheit allgegenwärtig und dessen Zukunft noch ungewiss ist.

Details

  • Länge

    32 min
  • Land

    Großbritannien
  • Vorführungsjahr

    2025
  • Herstellungsjahr

    2025
  • Regie

    Isaac Julien
  • Mitwirkende

    André Holland, Danny Huston, Sharlene Whyte, Devon Terrell, Alex Part, Leah Harvey, Alice Smith
  • Produktionsfirma

    JN Films
  • Berlinale Sektion

    Panorama
  • Berlinale Kategorie

    Kurzfilm

Biografie Isaac Julien

Isaac Julien wurde 1960 in London geboren. Er schloss 1984 sein Studium an der St. Martin's School of Art ab, wo er Malerei und Kunstfilm studierte. Er gründete das Sankofa Film- und Videokollektiv und war 1999 Gründungsmitglied von Normal Films. Er erhielt den Semaine de la Critique Preis beim Filmfestival in Cannes und wurde mit einem Rockefeller Humanities Fellowship Award, dem Pratt and Whitney Canada Grand Prize, einem Andy Warhol Foundation Award, dem Grand Jury Award der KunstFilmBiennale, Köln, und einem Ford Foundation Award ausgezeichnet. Er hat im Musée National d'Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris; Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam; Art Pace, San Antonio, Texas; FACT, Film Art & Creative Technology, Liverpool, England; Museum of Contemporary Art, Chicago, und Studio Museum of Harlem, New York, ausgestellt. Seine Filminstallationen und Fotografien wurden im Whitney Museum of American Art, New York; Tate Liverpool, England; Museum of Contemporary Art, Chicago; P.S.1 Center for Contemporary Art, New York; Irish Museum of Modern Art und Helsinki Museum of Contemporary Art gezeigt. Seine Filme wurden u.a. auf der Biennale Dakar, Senegal, dem Jeonju International Film Festival, Korea, dem Rotterdam Film Festival, Niederlande, dem Moderna Museet, Stockholm, und der Tate Britain, London, gezeigt.

Filmografie Isaac Julien

1983 Who Killed Colin Roach?; short film | 1984 Teritories; short film | 1986 The Passion of Remembrance (Die Leidenschaft der Erinnerung); co-director | 1987 This Is Not an AIDS Advertisement; short film | 1989 Looking for Langston; short film | 1991 Young Soul Rebels | 1993 The Attendant; short film | 1994 The Darker Side of Black; documentary | 1996 Frantz Fanon, Black Skin White Mask; documentary | 2002 BaadAsssss Cinema; documentary | 2008 Derek; documentary | 2010 Better Life | 2013 Playtime | 2015 Stones Against Diamonds | 2019 Lessons of the Hour | 2019 Ghost of Lina Bo Bardi | 2025 Once Again... (Statues Never Die); short film